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Manola Garcia über Madrid |
Ich heiße Manolo Garcia und komme aus Madrid in
Spanien. Eigentlich bin ich nach Deutschland für ein Jahr gekommen,
mit einem Stipendium, um zu studieren. Es hat mir aber viel Spaß
gemacht. Ich habe erst mal in einem Studentenwohnheim gewohnt. Das war
neu für mich, weil ich in Spanien bei meinen Eltern gewohnt habe.
Spanische Studenten leben nicht so selbständig wie deutsche. Deswegen
und weil mir die Uni hier sehr gut gefallen hat, weil man viel selbst
entscheiden kann, bin ich länger als ein Jahr geblieben. Dann habe
ich aber erst gemerkt, wie es ist, hier als Ausländer zu leben. Vorher
kannte ich viele Spanier und andere Ausländer, die in der gleichen
Situation wie ich waren. Aber als ich richtig studiert habe, gab es plötzlich
fast nur Deutsche um mich rum. Es ist mir schwer gefallen, neue Leute
kennenzulernen. Neben dem Wetter ist das ein Nachteil an diesem Land.
Wenn ich abends in eine Bar gehe oder auf eine Fete, lerne ich dort nicht
unbedingt jemanden kennen. Ich glaube, in Spanien ist das anders. Aber
als ich Freunde gefunden habe, war es so intensiv wie noch nie. Ich glaube,
inzwischen kenne ich einige, auf die ich mich völlig verlassen kann.
Und, wie immer, wenn man erst einen kennt, geht das Kennenlernen von anderen
viel schneller. Ich wohne jetzt in einer WG und habe viele Freunde. Ich
fühle mir schon zu Hause, aber trotzdem vermisse ich vieles, was
in Spanien gibt, und vieles stört mich immer noch an Deutschland.
Ein perfektes Land zu leben gibt es aber wohl nicht und es gefällt
mir, dass ich immer noch jeden Tag neue Erfahrungen mache.
Autor:Manolo Garcia
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