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Wie fühlt man sich als Jugendlicher
in Deutschland?

Wie fühlt man sich als Jugendlicher in Deutschland? Besonders als Kurde.
Wieweit muss ich mich in mein Umfeld integrieren ? Wie viel von meiner
Abstammung verträgt mein Umfeld? Fragen über Fragen.

Doch ist dies der zentrale Konflikt eines jeden Jugendlichen ausländischer Abstammung. Das Problem bleibt bestehen, da die deutsche Kultur zur Anpassung zwingt.
Hierzu kommt auch der Prozess, in dem der "American Way of Life" immer mehr Einzug in die Jugendkultur nimmt. Diese neue, auch als Popkultur bekannte Entwicklung, ist auch weltweit zu beobachten. Es hat seine Vorteile, da es die Kommunikation vereinfacht. Doch bedroht dieser Prozess auch die Sitten und Gebräuche in vielen Ländern.
Hier greift mein Problem, ich lebe in Deutschland, ich habe kaum Kontakt mit anderen kurdischen Jugendlichen. Ich bin in einer mir bekannten Umwelt, die ich als die eigene wahrnehme. Aber meine Umwelt ist in Europa, ich habe mittlerweile sehr viele Sitten und Gebräuche hier angenommen, höre Rapmusik oder HipHop, esse liebend gern Fast Food und Pasta. Ich kenne den Orient nicht mehr, trotz 3 Jahren Aufenthalt. Oftmals kommen mir viele Eindrücke fremd vor. Ich vergleiche den Rest der Welt oftmals unbewusst mit Europa.

Europa ist für mich meine Heimat geworden. Auch wenn ich mich als Kurde wahrnehme. Man versucht wohl als Fremder immer, eine Balance zwischen Umwelt und Abstammung zu finden. Es klappt auch meistens, da die Unterschiede zwischen den Menschen, obgleich sie aus verschiedenen Kulturkreisen kommen, nicht so groß sind. Oft klappt die Kommunikation zwischen Ausländer und Deutschen, wenn man ein gewisses Maß an Kompromissfähigkeit mit sich bringt.

Autor: Kurdo Homman Gazi


  Aktualisiert: Februar 2004 - Youth-Pel.de