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Catatonia - Greatest Hits

Der Gitarrero Mark Roberts und die Sängerin Cerys Matthews trafen auf der Straße aufeinander, als Cerys in Cardiff vor einem Kaufhaus Songs von Jefferson Airplane zum Besten gab. Diese Begegnung ist legendär, denn mit einem weiteren Gitarristen, Owen Powell, dem Bassisten Paul Jones und dem Drummer Aled Richards entstand die walisische Band "Catatonia". Die Formation war und ist eine ausgezeichnete Liveband und sie feierte in den 90ern große Erfolge mit Songs wie "Mulder and Scully" zum Film "The X-Files". Ihre Heimat ist ein rauhes Land und die fünf Waliser sind für ihre Trinkfestigkeit bekannt. Doch wen wundert's? - Begann ihre musikalische Karriere doch in den Londoner Clubs.

Nach vier gelungen Alben bringen sie mit "Greatest Hits" nun eine Compilation auf den Markt, die ihre beste, musikalische Seite unterstreicht und gleichzeitig ein Resümee zieht, das sich hören lassen kann. Mit vier Songs vom Debütalbum "Way Beyond Blue" und fünf Stücken vom zweiten Longplayer "International Velvet", das ihnen zum Durchbruch verhalf, von insgesamt 15 Liedern auf "Greatest Hits" liegt der Schwerpunkt dieses musikalischen Rückblicks auf der frühen Phase von "Catatonia". Hinzu kommen die musikalischen Zuckerstückchen "The Ballad of Tom Jones", Space feat. Cerys, und "Baby, It's Cold Outside", Tom Jones feat. Cerys, die Cery Matthew unabhängig von "Catatonia" aufgenommen hat, und zu guter letzt sogar ein Duett mit dem "Tiger" Tom Jones persönlich zum Besten gibt.

Nachdem sich Sängerin Cerys Matthew im Sommer 2001 nach einem Kuraufenthalt von ihrer Band getrennt hatte und auf Solopfaden wandelt ist Catatonias "Greatest Hits"- Album ein Abschiedsgeschenk an die Fans und eine Sammlung von Songs einer Band, die ihre musikalische Entwicklung dokumentiert. Dabei ist eine "Catatonia-typische" Songmischung entstanden, die die Musik dieser Band wunderbar beschreibt. Ein fantastisches Album, bei dem es sich sozusagen um das "Vermächtnis" einer schon vergangenen Band handelt, die sich leider viel zu früh aufgelöst hat.


No Doubt - Rocksteady

Zweifellos Musik zum Abtanzen.

Auch, wenn man kein Freund des aktuellen Mainstreams ist, muß man doch eingestehen, daß die erste Auskopplung aus dem Album "Rocksteady" von No Doubt "Hey Baby" ein Ohrwurm ist. Spätestens, wenn sich der Refrain zum zweiten Mal durch die Ohren schlängelt, wackelt das Köpfchen des rhytmusbegeisterten Musikliebhabers. Gwen Stefanie und ihre Mannen knüpfen mit ihrem neuen Longplayer an den Trend der Zeit an: Pop - Stöhn - Pop. Und so verwundert es nicht, daß Miss Stefanie in leichter Britney Spears-Manier im ersten Song "Hella Good" durch die Notengegend hechelt und stöhnt. Auch hat die Band den Reggae für sich entdeckt. Es enstand eine interessante Mischung aus der erotisch-leidenden Stimme von Frontfrau Stefanie und den eingängigen, lockeren Rhytmen des sonnigen Reggaes.

Ein kleines Bonbon beinhaltet der Longplayer mit dem Song "Waiting Room" bei dem kein geringerer als Prince alias The Symbol alias .... as himself zu hören und eindeutig zu erkennen ist . Deshalb verwundert es auch nicht auf Elemente aus dem guten alten 80er Synthie-Zeitalter zu stoßen. Zusätzlich hatte die Band hochkarätige Unterstützung von den verschiedensten Produzenten wie Sly & Robbie oder Ric Ocasek. Insgesamt herausgekommen ist ein Album mit eingängigen Pop-Songs und den verschiedensten Stilen über Reggae, Dancehall, Calypso, ein wenig Dudelsackklängen und auch stampfende Bassdrums. Das alles wurde vermischt mit der individuellen Stimme von Gwen Stefanie und einer gehörigen Portion Spaß am Musikmachen. "Das Feeling, das wir hatten war ganz leicht auf den Punkt zu bringen: Wir waren ausgezeichnet gut gelaunt." No Doubt machen wieder Party und das hört man diesem Album an: mit wenig Tiefgang, aber einem Topf voll klassischer, "poppiger" Ohrwürmer super geeignet für jede Party.


Red Hot Chilli Peppers - By The Way

Der neue Longplayer der heißen Schoten ist viel umworben und schon im Vorfeld hochgelobt worden. Wir werden sehen...

Über den Opener der CD braucht man nicht viele Worte zu verlieren, denn schon seit Wochen dröhnt er einem von allen Radio- und TV-Stationen in die Ohren. Ein echter Kracher, der die Rückkehr der Jungs schwungvoll ankündigt.Einen neuen Stil beschreiben die Songs auf "By The Way" nicht, aber die Red Hot Chili Peppers sind auch nicht zu Wiederholungstätern geworden. Ein wenig ruhiger und ein wenig erwachsener mutet ihre Musik an.Das kommt den Stücken aber absolut zu Gute und so stellt sich schon beim zweiten Song "Universally Breaking" das bekannte Ohrwurm-Gefühl ein. Beschwingt leicht läßt es sich zum fast monotonen Schlagzeug hüpfen und der Refrain der kleinen Pop-Ode kann schon nach wenigen Minuten mühelos mitgesungen werden.

"This Is The Place" ist da schon ein wenig anspruchsvoller, aber auch der Refrain dieses Songs drängt sich mit anschmiegsamer Pop-Eindringlichkeit in die Gehörwindungen."Dosed" ist ebenso wie "I Could Die For You" ein langsames Stück bei dem Sänger Anthonie Kiedis seine Stimme in ungeahnte Höhen treibt. Ein schöner schmalziger Pop-Song, der aber trotzdem, oder gerade deshalb seine Fans finden wird.

Darauf folgend scheint das Stück "Dont't Forget Me" mich meiner vorherigen Kritik gleich eines Besseren zu belehren. Eine wunderbar atmosphärische Ballade, die ewig so besinnlich weitergehen könnte - bitte nicht aufhören. Und auch "Tear" (Schnief) und "Midnight" lassen die zuvor vermisste musikalische Tiefe erkennen. Auch, wenn der Refrain von "Midnight" an einen Song von Lenny Kravitz erinnert - egal - schön harmonisch ist's allemal.

Bei "Can't Stop" kracht es dann wieder mit lauten Drums, Rap und starken Gitarren. Dabei holt sich Kiedis gesangliche Unterstützung von einem Backroundchor der ein wenig schräg anmutet und nicht so ganz in die Komposition passen will. Da fragt man sich als Zuhörer: Ist das wirklich ernst gemeint? Ebenso wie die beschwingte südamerikanische Version "Cabron" - mit gerolltem "R" - hawaianisch anmutenden Klängen und Akustikgitarre zum Schmunzeln animieren.Doch das dies kein Scherz ist erkennt man dann an dem ska-lastigen Song "On Mercury", der beschwingt und mexikanisch daherkommt und ideal als Begleitung für einen lauen Sommerabend scheint.

"By The Way" ist jedoch ein Album, das von ruhigen Tönen beherrscht wird und die ganze Reife der Band zeigt. Von Eintönigkeit allerdings keine Spur und selbst bei so vielen Balladen erfreuen einen die kleinen Unterschiede, die jeweils in einem einzigen Song zusammengefaßt sind. Hat man sich in einem Moment auf eine ruhige Melodie eingestellt, kommen die Peppers im nächsten Augenblick mit einem musikalischen Reißer auf der Gitarre, stimmlisch oder sonstwie daher. Ein ausgeglichenes - im Vergleich zu "Californication" - ruhigeres Album im Red Hot Chili Pepper-Stil, eingängig, aber nicht langweilig und für eine musikalische Überraschung gut.

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Autor: Christiane Seger


  Aktualisiert: Januar 2003 - Youth-Pel.de