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Eine Reise durch Kurdistan bringt euch an
unbekannte Orte... Religionen |
Yezidis
Die Yeziden sind eine uralte kurdische Religionsgemeinschaft,
die unter der muslimischen Mehrheit ihre Glaube, ihre Tradition und ihre
Gebräuche in der Geschichte bis in die jetzige Zeit bewahrt hat und
noch immer pflegt.
Der Name Yezîdî kommt von einem alten Namen des Gottes Ezda
und bedeutet auf kurdisch "Der mich erschaffen hat" und manche
Historiker behaupten, dass der Name mit der Stadt Yezd zu tun hat, die
wiederum nach dem Namen des Gottes benannt worden ist. Die arabischen
Historiker sagen, dass die Yezîden nach Yezîd Bîn Mua'wiye
benannt worden seien. Yezîd war ein Kalif der Umeyyaden Dynastie,
die in Damaskus im ersten islamischen Jahrhundert geherrscht hat. Der
Mann ist wegen seiner Unmoral bekannt was den Yezîden viele Nachteile
gebracht hat.
Die Yezîden behaupten, dass ihre Religion mit der alten orientalischen
zoroastischen Religion zu tun hat. Zaratustra lehrte die Existenz zweier
Götter: des Gottes Ahoramezd und Ahrimans, der für alles Böse
zuständig ist. Am Ende der Welt siegt der Gott Ahoramezd. Der Gläubige
muss Gutes denken, Gutes sagen und gut handeln. Aber die Yeziden glauben
an einen einzigen Gott wie die Muslime und das unterscheidet sie von Zaratustras
Anhängern.
Die Sufi-Orden in Kurdistan
Ein grosser Teil der sunnitischen Moslems Kurdistans
gehören den sogenannten Sufi-Orden an. Die vier grössten Orden
sind die Bektaschie - Orden im Nordosten Kurdistans, der Naqschbandie
- Orden im Westen und im Norden, die Qadiri - Orden im Osten und der Zentrale
und die Nurbakschie - Orden im Süden. Die Sufi-Anhänger suchen
die Wahrheit, sie suchen in der Wahrheit die Perfektion. Für die
Sufi-Orden ist das Erkennen des Ganzen das oberste Ziel, dies können
sie nur durch das Licht der Spiritualität. Der Mensch ist ihrer Auffassung
nach voller Ängste und egoistischer Wünsche. Diese stören
die Harmonie mit der Natur. Doch um den Weg zur Perfektion begehen zu
können, muss man den Pfad der Harmonie begehen, diesen Weg weist
das Licht der Spiritualität, das Licht erhellt sich erst, wenn man
Aufopferungsbereitschaft, Liebe und die Erinnerung an Gott (Gottesfürchtigkeit)
zeigt. Die Sufi-Orden erhalten noch viele unislamische Elemente. Die Orden
sind besonders aufgrund der Derwische bekannt, diese schaffen es durch
den Weg der Spiritualität ihrem Körper Schaden anzutun, ohne
dabei schwerwiegende Verletzungen davonzutragen. Auch werden den Derwischen
oftmals Zauberkräfte nachgesagt. In der islamischen Welt sorgen die
Sufi-Orden immer wieder für Kontroversen, da sie oft nicht als echte
Moslems anerkannt werden durch Wahabiten oder viele andere Sunniten. Dennoch
finden sie durchaus auch Verbreitung in der übrigen besonders arabisch
- islamischen Welt. Im Westen kommt es immer wieder zu Missverständnissen
über die Kategorisierung der einzelnen islamischen Richtungen, so
werden oft die radikal-islamischen Bewegungen als orthodox bezeichnet,
obwohl eigentlich die Sufi-Orden als orthodoxe Religionsgemeinschaften
verstanden werden.
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Autor: Zilan Hassan, Kurdo Homman Gazi
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