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Eine Reise durch Kurdistan bringt euch an
unbekannte Orte... Städte |
Die Provinz Dersim
Der
Begriff Dersim bedeutet wörtlich "die silberne Tür".
In der Geschichte wird Dersim auch "Mameki", "Kalan"
und heute "Tunceli" (türkisch) genannt. Sie liegt dort,
wo sich das anatolische Hochland und die Berge des Schwarzen Meeres treffen.
Es ist ein sehr bergiges Gebiet. Im Norden von Dersim erhebt sich die
Bergkette Munzur bis zu einer Höhe von 3.300 Metern. In den höchsten
Lagen dieser Berge liegt sogar im Sommer Schnee. Nach Süden sind
die Berge niedriger und bewaldet.
Die Provinzhauptstadt Dersim liegt genau dort, wo der Harcik-Fluss von
Nordosten kommend, in den von Nordwesten kommenden Munzur-Fluss mündet.
Der Munzur ist ein sehr sauberer Fluss. Die Einwohner der Stadt holen
sich Wasser aus dem Fluss und in dem Fluss leben mehrere Arten von Fischen.
In der Stadt Dersim leben hauptsächlich alevitische Kurden. Gesprochen
wird hauptsächlich der kurdische Dialekt Zazaki (Kirmanci). Einige
Orte sind für die Bevölkerung heilig: z.B Munzur Bava, Sultan
Bava, usw. Zur Zeit beträgt die Bevölkerung der Stadt ca. 70.000
Menschen.
Dersim hatte während des Osmanischen Reiches immer eine gewisse Autonomie
bewahrt. Obwohl die Region nicht an den ersten kurdischen Aufständen
teilgenommen hatte, wurde sie 1936 von der türkischen Regierung als
Evakuierungszone deklariert. Um die Bevölkerung von Dersim zur Auswanderung
zu bewegen, wurde sie großem Druck ausgesetzt. 1937 stieß
die Türkische Armee auf den Widerstand der Dörfer Dersims. Erst
1938 gelang es der türkischen Armee, die Region Dersim zu erobern.
Autor: Z. D.
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