 |
| |
Eine Reise durch Kurdistan bringt euch an
unbekannte Orte... Städte |
Hewler (Erbil)
Hewler
liegt im Norden des Irak, zwischen Kirkuk und Mosul. Sie hat günstiges
Wetter, liegt in den Bergen, und in der Nähe der Stadt sind viele
Quellen und Wasserfälle. Auf Grund dieser Faktoren wurde die Stadt
als Touristenstadt bekannt.
Hewler ist eine der ältesten Städte Kurdistans. Die archäologischen
Belege, die in der Stadt gefunden wurden, führen die Stadtgeschichte
auf die ältere Steinzeit zurück. In diesen Zeiten wurde in Hewler
schon Landwirtschaft betrieben. Die Frage, wann und von wem die Stadt
gegründet wurde, konnte bis heute nicht beantwortet werden.
In alten Schriften der Sumerer (2000 v. Chr.) wurde Hewler
unter den Namen Urbilum oder Arbilum erwähnt. In babylonischen Schriften
tauchte die Stadt unter den Namen Arb- ilo (vier Götter) auf. In
den arabischen Schriften wurde sie Arbel (Grünfläche) genannt.
Heute ist die Stadt unter den Namen Hewler und Erbil bekannt. Manche meinen,
das der Name Hewler vom kurdischen Wort "Kholer" (Tempel der
Sonne) abgeleitet ist.
Die alten Gebäude sind meistens Wohnhäuser aus Backstein, in
den neuen Bauten werden Beton und künstliche Bausteine häufig
verwendet.
Wie in jeder islamischen Stadt, gibt es in Hewler viele Moscheen mit ihren
Minaretten und Kuppeln. Das älteste Minarett heiß "Minary
Tscholie". Es wurde Ende des 13.Jahrhunderts erbaut und ist unter
diesem Namen weltweit bekannt.
Die
Zitadelle der Stadt ist ihr wichtigstes Merkmal. Man vermutet, dass sie
in der Assyrerzeit von Kriegsgefangenen erbaut wurde. In der Zitadelle
selber sind Wohnungen, Moscheen und eine Koranschule, die im 12. Jahrhundert
erbaut wurde. Die Archäologen glauben, dass in der Assyrerzeit die
Zitadelle die Stadt selber war. Sie war gleichzeitig das Zentrum und eine
Festung, um sich gegen Angriffe zu verteidigen.
Autor: Zilan Hassan
|