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Mahabad

Noch aus osmanischer Zeit trug die Stadt den türkischen Namen Saudschbulagh, was soviel wie >>kalte Quelle<< bedeutet. An dieser Quelle war die erste Ansiedlung ursprünglich entstanden. In den historischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und dem Osmanischen Reich hatte das Territorium mehrmals den Besitzer gewechselt und gehört nun schon seit ein paar hundert Jahren zum Iran. Bis weit hinein in das 18. Jahrhundert war Mahabad der Sitz kurdischer Fürsten, die das Mukri-Gebiet beherrschten und der jeweiligen Herrschaftsmacht der Region Tribute entrichteten. Noch heute sind die baulichen Überreste der Mukri-Herrscher im Gebiet von Mahabad zu finden. Überhaupt ist die Umgebung von Mahabad voller historischer Spuren, die sehr weit zurückreichen, zum Teil in die vorislamische und vorchristliche Zeit.
Berühmt ist die in der Nähe des Dorfes Inderghasch gelegene, in die Felsen geschlagene Grabkammer aus der Zeit der Sasaniden. Sie ist unter dem Namen Faghrigha bekannt. An vielen Stellen sind auch Reliefs, Stelen und Begräbnisstätten zu finden. Die Stadt Mahabad ist umgeben von zahlreichen Quellen. Diese und ein Fluss, der früher am Stadtrand vorbeifloss, jetzt die größergewordene Stadt durchfließt, sorgen für ein angenehmes Klima und sind die Vorraussetzung für viel Grün in der Stadt.
Den Quellen wurde eine heilende Kraft zugeschrieben - für entschlackende Trinkkuren, andere gegen Hautkrankheiten. In Mahabad gab es armenische und jüdische Gassen, in denen Wein- und Spirituosenhandel betrieben wurde oder in denen Goldschmieden angesiedelt waren, was bei den Moslems verpönt war. Ghazi Mohammad hat als einer der Gründer der Demokratischen Partei Kurdistans und als Präsident des bisher einzigen kurdischen Staates, der Republik von Mahabad, in die Gesichtsbücher Eingang gefunden.

Zur offiziellen Proklamation der Kurdischen Republik kam es am 23. Januar 1946, auf dem Carcira hat Ghazi Mohammad die Republik von Mahabad ausgerufen und dort wurde ein mächtiges Holzgerüst aufgebaut, das nun mit riesigen Tüchern in den rot-weiß-grünen Farben der kurdischen Flagge umhüllt war. Der legendäre Mulla Mustafa Barsani war der General im Heer der Republik von Mahabad. Die Republik konnte nicht lange überstehen und wurde nach 11 Monaten von der Zentralregierung des Iran aufgelöst. Ghazi Mohammad und zwei seiner Familienmitglieder wurden im Jahr 1947 auf dem Carcira vor der Bevölkerung hingerichtet, er hielt vor seinem Tod eine lange Rede, in der er sagte:,, Ihr bringt heute einen Ghazi Mohammad um, aber Morgen kommen tausend andere Ghazi Mohameds auf die Welt, die kurdische Bevölkerung ist wie eine Wiese, man schneidet einen Halm ab und morgen entstehen tausend neue Halme." Ghazi Mohammed übergab Mulla Mustafa Barsani vor seinem Tod eine kurdische Flagge und bat Barsani weiter für diese Flagge zu kämpfen und so zog Barsani davon und schlug sich durch die gesamte iranische Armee. Die Flagge ist immer noch im Besitz der Familie Barsani.

Autor: Z. D.

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  Aktualisiert: Mai 2004 - Youth-Pel.de